
Praktisch, natürlich und schwungvoll

EIN GARTEN IN SEHNDE (VON MÄRZ BIS JUNI 2004):
DIE AUFGABE:
Der alte Gartenweg aus Baumscheiben ist teilweise verrottet. Die Wegeführung folgte bisher allen Winkeln um das Haus
herum, was zu Folge hatte, dass der Weg kaum genutzt wurde. Gegangen wird aber am liebsten der kürzeste Weg. Wel-
chen Weg die Hausbewohner durch den Garten nahmen, zeigte ein deutlicher Trampelpfad im Rasen.
Das Kinderhaus hat ausgedient und soll entfernt werden. Dadurch wird der Blick auf die Kompostecke hinter dem Garten-
haus frei. Hier soll Abhilfe geschaffen werden.
Die Eingangssituation wurde als ein wenig unbefriedigend gestaltet empfunden. Hier ist eine einerseits einladende Gestal-
tung und gleichzeitig eine deutlichere optische Trennung vom eher öffentlichen Eingangsbereich und privatem Garten ge-
fragt, die den Einblick in den Garten nicht verwehrt.
Der Charkter der Gestaltung soll natürlich und pflegeleicht mit schwungvoll harmonischer Linienführung sein.
DIE UMGESTALTUNG:
Der Weg durch den Garten:
Durch die veränderte Wegeführung
wird der Gartenraum sinnvoll geglie-
dert und schwungvoll erschlossen.
Der Weg trennt Beete und Rasen-
fläche. Er fungiert gleichzeitig als
grosszügig bemessene Mähkante.
Die Fugen zwischen den Sandstein-
platten wurden mit Rasen eingesät
und werden beim Rasenmähen ein-
fach mitgemäht.
Der Gartenweg
mit Blick aus der Gegenrichtung:
Die um ca. 5cm höhere Beet-
kante verhindert, dass beim Be-
arbeiten Erde auf den Weg fällt.
Das erleichtert die Pflege.
Hier trifft alles aufeinander:
hinter der Hecke (rechts im Bild) verstecken sich der Kellereingang und die Wasserzapfstelle. Die dekorative Müllbox hat
keinen Grund sichzu verstecken, muss aber, wie die weniger hübsche Regentonne jederzeit bequem zugänglich sein und
auch die Wäschespinne fordert Platz.
Der Kellereingang spielt hier eine massgebliche Rolle. Im Keller wird nicht nur die Wäsche gewaschen. Dort werden auc
viele Dinge verstaut, die des öfteren hinein- und herausgeräumt werden. In der Nähe des Kellereingangs werden gelegent-
lich Dinge repariert oder gebaut, an denen man nicht in der Wohnung herumbasteln möchte (Fahrräder, Rasenmäher).
Schliesslich heben die meisten Hausbesitzer ihr Werkzeug im Keller auf, falls sie einen besitzen. Auch hier zählt also wie-
der die Strategie der kurzen Wege.
Die Regentonne hat ein stabiles Fundament bekommen und verschwindet hinter einen berankten Holzgerüst. Die Müllbox
kommt durch den hellen Natursteinbelag noch besser zur Geltung, der enstandene Platz ist ein idealer Ort zum Basteln o-
der Reparieren. Auch eine Wäschespinne kann auf diesem`Mehrzweckplatz´ aufgestellt werden, ohne den Gang durch den
Garten zu behindern. Es ist Raum für alle Nutzungen vorhanden.
Der Kompost:
Dort, wo die Erde aufgewühlt ist, stand das Kinderhaus.
Jetzt wird der Kompost zum Garten hin durch ein Rank-
gitter verdeckt. Eine weitere Rankhilfe schirmt den Kom-
post zur Strassse hin ab und gibt einer Brombeere Halt.
Nebeneingang und Gartenhaus:
Der neue Weg durch den Garten bindet alle Gegebenheiten harmonisch in die Gestaltung ein.
Die Regentonnen am Gartenhaus bekommen noch eine dekorative Hülle aus Weidenflechtwerk.
Mit Kapuzinerkresse berankrt, ensteht ein blühendes Kleid für die Wasserspender.
IMPRESSIONEN:
MEIN HERZLICHER DANK GILT DEN BEWOHNERN,
DIE MIR ERLAUBEN, DIE GESTALTUNG AN DIESER STELLE ZU DOKUMENTIEREN

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