Kräuter J-K-L

HEILKRÄUTER ERSETZEN NICHT DEN ARZT!
Fragen Sie bei Beschwerden oder Unklarheiten Ihren Arzt
und wenden Sie Heilkräuter mit seiner Zustimmung an!
Auch Kräuter müssen sachgerecht angewendet werden!

Für Folgen der Anwendung übernehme ich keine Verantwortung!
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SCHWARZE JOHANNISBEERE - RIBES NIGRUM

HILFT BEI:

   * Der Anregung der Nierentätigkeit und Wassersucht
   * Der Vorbeugung vor Erkältung und Lungenentzündung
   * Rheuma und Gicht
AUFBEREITUNG:

   Die Blätter werden ohne die Stiele im Juni geerntet und
   an der Luft getrocknet. Es ist darauf zu achten, dass die
   Blätter pilzfrei sind.
   Die Früchte werden vollreif gepflückt und meist zu Saft
   oder Mus verarbeitet.
VOLKSNAMEN:
   Albeere, Alpenbeere, Bocksbeere,
   Gichtbeere, Salbeere, Schwarze
   Zeitbeere, Stinkstrauch, Wanzen-
   beere

 BOTANIK:
   Grösse: 1 - 2m hoher Strauch 
   Blütezeit: April - Mai
   Verwendeter Teil: Blätter
   und Früchte
   Ernte: Blüten voll entfaltet,
   Blätter im Mai und Juni
   Vorkommen: In Ost- und West-
   europa in Gärten und verwildert
   in Wäldern und Erlenbrüchen

 HOMÖOPATHIKUM:
   keins
! ACHTUNG !

   Johanniskraut MACHT DIE HAUT LICHTEMPFINDLICH!
   Bei einer Tee- oder Ölkur sollte man DAS PRALLE SON-
   NENLICHT, SOLARIEN oder HÖHENSONNE MEIDEN!
REZEPTE

   Tee bei Wassersucht, Harnverhalten, Gicht und Rheuma:

   1 - 2 geh. Tl Blätter der schwarzen Johannisbeere mit
   ¼ l kaltem Wasser aufgiessen und langsam zum Kochen bringen.
   Sofort abseihen.
   2 - 3 Tassen täglich trinken.

   Saft bei Husten, Heiserkeit akuten Durchfällen und als
   Vorbeugemittel gegen Erkältungskrankheiten:

   Die Beeren in ein sauberes Leintuch geben,
   durch das Tuch pressen und aufkochen.
   Ohne Zusätze in sterilisierte Flaschen füllen.
   Mehrmals täglich Tee- oder Esslöffelweise einnehmen.

JOHANNISKRAUT - HYPERICUM PERFORATUM

HILFT BEI:

   * Bettnässen
   * leichten und mittelschweren Depressionen
   * Konzentrations- und Schlafstörungen
   * Muskelzerrungen und Verstauchungen
   * Offenen Wunden 
   * Prellungen und Blutergüssen
   * Schürfwunden und Verbrennungen
AUFBEREITUNG:

   Die Blätter werden ohne die Stiele im Juni geerntet und
   an der Luft getrocknet. Es ist darauf zu achten, dass die
   Blätter pilzfrei sind.
   Die Früchte werden vollreif gepflückt und meist zu Saft
   oder Mus verarbeitet.
VOLKSNAMEN:
   Blutkraut, Hartheu, Jesuwunden-
   kraut, Johannisblut, Konrads-
   kraut, Wundkraut

 BOTANIK:
   Grösse: 30- 90cm 
   Blütezeit: Juni-September
   Verwendeter Teil: das ganze Kraut
   Ernte: um Johanni (24. Juni),
   wenn das Kraut voll erblüht ist
   Vorkommen: In Mitteleuropa in
   lichten Wäldern und Gebüschen,
   an Weg- und Feldrändern und
   auf Böschungen

 HOMÖOPATHIKUM:
   "Hypericum"
REZEPTE

   Tee bei leichten Depressionen, Schlaflosigkeit oder
   Konzentrationsproblemen:

   2 Tl getr. Blätter und Blüten mit
   1 Tasse kochendem Wasser aufgiessen.
   10 Min. zugedeckt ziehen lassen. Dann abseihen.
   2 - 3 Tassen täglich über einen Zeitraum von
   mind. 4 Wochen trinken.

   Tee bei Stress, Angst oder Nervosität:

   1 Tl Johanniskrautblüten mit
   1 Tl Baldrianwurzel mischen. Die Mischung mit
   1 Tasse kochendem Wasser oder Milch aufgiessen.
   10 Min. ziehen lassen. Dann abseihen.
   2 - 3 Tassen täglich bei Bedarf davon trinken.

   Öl bei Muskelschmerzen, Blutergüssen oder äusseren
   Verletzungen:

   25g frisch geerntete Blüten im Mörser zerstossen, mit
   1/2 l Olivenöl vermischen und
   in eine klare Glassflasche füllen.
   Etwa sechs Wochen im Sonnelicht stehen lassen,
   bis das Öl sich leuchtend rot gefärbt hat.
   Dabei täglich leicht schütteln.
   Dann das Öl durch ein sauberes Leintuch auspressen.
   Danach den öligen vom wässrigen Teil trennen.
   Nun das Öl in kleine, dunkle Flaschen füllen.
   Bei Bedarf die betreffenden Körperstellen einreiben.

   Tinktur bei Verletzungen, nervösem Magen oder
   Gallenproblemen:

   10g Johanniskrautblüten im Mörser zerstossen und mit
   50ml 70%igem Alkohol vermischen
   10 Tage ziehen lassen. Dann abfiltern und
   in dunkle Fläschchen füllen.
   Tropfenweise auf verletzte Körperstellen auftragen oder
   1 Tl Tinktur 2 mal täglich einnehmen.
! ACHTUNG !

   NICHT IN DER SCHWANGERSCHAFT ANWENDEN!
   Bei kurmässiger ANWENDUNG ÜBER LÄNGERE ZEIT-
   RÄUME ZURÜCKHALTEND DOSIEREN.

KALMUS - ACORUS CALAMUS

HILFT BEI:

   * Appetitlosigkeit
   * Magen- Darm- und Gallebeschwerden
      bei vegetativen Ursachen
   * Der allgemeinen Stärkung des Verdauungstraktes
AUFBEREITUNG:

   Da Kalmus in grösseren Mengen bei uns kaum zu fin-
   den ist, können Rhizom-Kulturen angelegt werden.
   Die Wurzelstöcke werden im Juni und Juli oder auch
   Später (im Frühherbst) ausgegraben, nach gründlicher
   Säuberung in 20cm lange Stücke geschnitten und (für
   die innere Anwendung) geschält. Getrocknet wird an
   der Luft im Schatten.
VOLKSNAMEN:
   Ackerwurz, Chalmis, Deutscher
   Ingwer, Deutscher Zitwer, Karm-
   sem, Kolmes, Magenwurz,
   Schwerthenwurzel

 BOTANIK:
   Grösse: bis 1m
   Wurzel bis 3cm dick
   Blütezeit: Juni - Juli
   Verwendeter Teil: Wurzelstock
   Ernte: Juni - Juli und Frühherbst
   Vorkommen: Im 16. Jh. bei uns
   eingebürgert.
   an Teichrändern, Sumpfgräben
   und waldigen, ständig feuchten
   Sumpfstellen

 HOMÖOPATHIKUM:
   keins
REZEPTE

   Tee

   2Tl geschnittene Kalmuswurzel mit
   ¼ l heissem Wasser aufgiessen und
   15 Min. ziehen lassen. Dann abseihen.
   Etwas abkühlen lassen und
   lauwarm trinken.

   Vollbad bei Stoffwechselkrankheiten, Schwäche und
   Erschöpfung:

   100g ungeschälte Kalmuswurzel
   10 Min. in
   1l Wasser kochen. Dann abseihen und
   in das Vollbad geben.
  
  HINWEIS:

    Kalmus wirkt anregend. Daher nicht abends baden.
! ACHTUNG !

   NICHT FÜR AUGENSPÜLUNGEN VERWENDEN!
   Bei DAUERGEBRAUCH lässt die WIRKUNG NACH!

KAMILLE - MATRICARIA CHAMONILLA

HILFT BEI:

   * Blähungen und Durchfall
   * Entzündungen im Mund, Rachen- und Halsbereich
   * Erkältung und grippalen Infekten
   * Heutunreinheiten und schlecht heilenden Wunden
   * Husten
   * Krämpfen und Menstruationsschmerzen
   * Magenentzündungen und -geschwüren
AUFBEREITUNG:

   Die Blütenköpfe werden am 3. - 5. Tag nach dem Auf-
   blühen gepflückt. Dann sind die meisten Wirkstoffe ent-
   halten. Getrocknet wird an einer luftigen, schattigen
   Stelle nicht über 45° Celsius.
VOLKSNAMEN:
   Feldkamille, Garmille, Hermel,
   Kummerblume, Mägdeblume,
   Mueterchrut

 BOTANIK:
   Grösse: 20 - 50cm 
   Blütezeit: Mai - Juni
   Verwendeter Teil: Blüten
   Ernte: 3. - 5. Tag des Aufblühens
   Vorkommen: In ganz Europa
   auf Äckern, Schuttplätzen und
   Brachen, an Weg- und Feldrän-
   dern

 HOMÖOPATHIKUM:
   "CHAMONILLA"
REZEPTE

   Tee bei Gastritis:

   2 - 3tl getr. Blüten mit
   1 Tasse kochendem Wasser aufgiessen.
   10 Min. zugedeckt ziehen lassen. Dann abseihen.
   Mind. 4 Wochen lang
   täglich 3 - 4 Tassen trinken.

   Tinktur bei Entzündungen, Koliken und Menstruations-
   schmerzen:

   20g getr. Blüten in
   10ml 70%igen Alkohol geben.
   1 Woche ziehen lassen. Dann abseihen.
   In kleine Fläschchen füllen.

   Bei Rachen- und Halsentzündungen mit der
   3fachen Menge Wasser verdünnen und
   regelmässig damit gurgeln.

   Bei akuter Nieren- oder Gallenkolik sofort
   20 tropfen der unverdünnten Tinktur einnehmen.
   Alle 10 Min. die Einnahem wiederholen,
   bis Besserung spürbar wird.

   Bei Menstruationsbeschwerden mit der Anwendung
   3 - 4 tage vor der Regelblutung beginnen und
   bis zum Abklingen weiterführen.
   10 - 15 Tropfen
   3 mal tägl. unverdünnt nach den Malzeiten einnehmen.
   Es wird empfohlen, die Anwendung mindestens
   6 Monate lang durchzuführen.

   Dampfbad bei Erkältung:

   2El Blüten in einen Schüssel geben und mit
   1/2 l  kochendem Wasser aufgiessen.
   Den Kopf mit einem Handtuch bedeckt
   über die Schüssel beugen.
   10 Min. den Dampf durch Mund und Nase einatmen.
   2 Dampfbäder täglich nehmen. Danach Kaltluft meiden.
! ACHTUNG !

   Wer ZUVIEL Kapuzinerkresse als SALAT isst, kann REIZ-
   ERSCHEINUNGEN IM MAGEN- und DARMBEREICH
   sowie an den NIEREN bekommen.
   Kapuzinerkresse VERMINDERT DIE ALKOHOLTOLE-
   RANZ.

KAPUZINERKRESSE - TROPAEOLUM MAIUS

HILFT BEI:

   * Bronchitis
   * Infizierten Wunden
   * Nieren- und Harnwegsinfekten
   * Der Aktivierung der Abwehrkräfte
AUFBEREITUNG:

   Die Pflanze wird zur Blütezeit geerntet und frisch ver-
   wendet.
VOLKSNAMEN:
   Gelbes Vögelchen, Kapuzinerle,
   Salatblume

 BOTANIK:
   Grösse: 30cm, rankende Sorten
   Werden bis zu 3m lang
   Blütezeit: Mai - Herbst
   Verwendeter Teil: Blätter, Blüten,
   Früchte
   Ernte: zur Blütezeit
   Vorkommen: Heimat: Peru
   Wird hier häufig im Garten ange-
   baut

 HOMÖOPATHIKUM:
   keins
REZEPTE

   Blüten und Blätter sind eine scharf-würzige Zutat für
   Sommersalate und finden ebenso Verwendung als Auf-
   streu fürSuppen.

   Die Früchte finden als Kapernersatz in der Küche Ver-
   wendung.
AUFBEREITUNG:

   Die Wurzel wird im Herbst ausgegraben und an der Luft
   getrocknet.

KLETTE - ARCTIUM LAPPA

HILFT BEI:

   * Der Blutreinigung
   * Gestörter Leber- und Gallefunktion
   * Hautunreinheiten
   * Schuppiger Kopfhaut
VOLKSNAMEN:
   Bardane, Bolstern, Haarballen,
   Haarwachswürze, Klebern,
   Rossklettenwurz

 BOTANIK:
   Grösse: 1 - 1,5m
   Blütezeit: Juni - Juli
   Verwendeter Teil: Wurzel
   Ernte: Im Herbst
   Vorkommen: In ganz Europa
   An Weg- und Feldrändern, Zäu-
   nen, Mauern und Böschungen,
   Bachufern und auf Schuttplätzen

 HOMÖOPATHIKUM:
   "Arctium lappa"
REZEPTE

   Tee zur Blutreinigung, bei Leber- und Galleleiden sowie
   Hautunreinheiten:

   2 geh. Tl Klettenwurzel mit
   1/2 l kaltem Wasser aufgiessen.
   Nach 5 Std. zum Kochen bringen.
   1 Min. kochen lassen. Dann abseihen.
   3 mal täglich 1 Tasse trinken.

   Hautunreinheiten mit dem Tee betupfen oder die be-
   troffenen Stellen mit Umschlägen behandeln.

   Öl bei Hautunreinheiten und schuppiger Kopfhaut:

   25g getr. Klettenwurzel im Mörser zerstossen, mit
   1/2 l Olivenöl vermischen und
   in eine klare Glassflasche füllen.
   Etwa sechs Wochen im Licht stehen lassen.
   Dabei täglich leicht schütteln.
   Dann das Öl durch ein sauberes Leintuch auspressen.
   In kleine, dunkle Flaschen füllen.
   Bei Bedarf die betreffenden Körperstellen einreiben.
AUFBEREITUNG:

   Die Zehen werden im April in den Boden gesetzt.
   Die Knollen werden im Herbst mit dem abgestorbenen
   Kraut ausgegraben und wie Zwiebeln zu Zöpfen ge-
   pflochten, um an der Luft zu trocknen.

KNOBLAUCH - ALLIUM SATIVUM

HILFT BEI:

   * Arteriosklerose
   * Bluthochdruck
   * Herz- und Kreislauferkrankungen
   * Keuchhusten und Bronchitis
   * Magen- und Darmstörungen
   * Schlafstörungen
VOLKSNAMEN:
   Gruserich, Knofel, Knoflak

 BOTANIK:
   Grösse: bis 1m
   Blütezeit: Juli - August
   Verwendeter Teil: Knolle
   Ernte: Im Herbst
   Vorkommen: Bei uns nicht hei-
   misch. Wird in Gärten angebaut

 HOMÖOPATHIKUM:
   "Allium sativum"
REZEPTE

   Milch bei Magen- und Darmbeschwerden:

   3 Knoblauchzehen schälen und den Saft in
   1/8 l Milch pressen. Die Milch
   zum Kochen bringen. Dann abseihen.
   2 Gläser täglich auf nüchternen Magen trinken.

   Tinktur zur allgemeinen Leistungssteigerung:

   6 Knoblauchknollen schälen, kleinschneiden und mit
   1/2 l Branntwein in einer Flasche aufgiessen.
   2 - 3 Wo. an der Sonne stehen lassen. Dann abseihen.
   10 - 15 tropfen vor jeder Malzeit einnehmen.

   Saft bei rheumatischen Beschwerden:

   5 grosse Knoblauchzehen schälen und mit
   5 Tl Zucker mischen.
   Etwas Wasser hinzugeben und aufkochen.
   5 min. kochen lassen. Dann abseihen.
   Löffelweise über den Tag verteilt einnehmen
   bis die Beschwerden abklingen.
   Der Saft kann auch zur Einreibung benutzt werden.

   Roher Knoblauch zur Blutdruck- und Cholesterinsen-
   kung:

   1 Zehe täglich roh essen.

 HINWEIS:

   Der unangenehme Körper- und Mundgeruch, der
   bei manchen Menschen auftritt, die Knoblauch
   essen, lässt in der Regel nach, je öfter Knoblauch
   verzehrt wird (Wenn der Stoffwechsel sich daran
   gewöhnt hat).
AUFBEREITUNG:

   Die Früchte werden von Juli - September geerntet, so-
   bald sie braun werden. Dazu werden die ganzen Dolden
   abgeschnitten und an der Luft zum Nachreifen aufge-
   hängt. Wenn die Früchte trocken sind, werden die Dol-
   den abgerebbelt und die Kümmelkörner noch einmal
   kurz nachgetrocknet.

KÜMMEL - CARUM CARVI

HILFT BEI:

   *  Blähungen und Völlegefühl
   * Leber- und Gallebeschwerden
   * Koliken bei Säuglingen und Kleinkindern
   * Magen- und Darmstörungen
   * Mundgeruch
   * Nervösen Magen- und Darmstörungen
VOLKSNAMEN:
   Chümi, Feldkümmel, Kämen,
   Karbei, Köm, Kümmich, Wie-
   senkümmel

 BOTANIK:
   Grösse: bis 1m
   Blütezeit: Mai - Juni
   Verwendeter Teil: Früchte
   Ernte: Im Herbst
   Vorkommen: In Mitteleuropa
   Auf Wiesen und Weiden, an
   Weg- und Feldrändern Böschun-
   Gen und Bahndämmen

 HOMÖOPATHIKUM:
   keins
REZEPTE

   Tee bei Verdauungsbeschwerden:

   1 - 2 Tl Kümmelfrüchte im Mörser zerdrücken und mit
   1/4 l kochendem Wasser übergiessen.
   10 Min. ziehen lassen. Dann abseihen.
   1 Tasse warmen Tee in kleinen Schlucken
   zu jeder Mahlzeit trinken.
   Für Babys, den Tee mit der gleichen Menge abgekoch-
   tem Wasser verdünnen.

   Tee bei Durchfall:
   
   20g Kümmelsamen und
   10g Fenchelsamen im Mörser zerstossen. Mit
   20g Pfefferminzblättern und
   20g Sanikelkraut mischen. Die Mischung mit
   1 Tasse kochendem Wasser aufgiessen.
   10 Min. ziehen lassen. Dann abseihen.
   2 Tassen ungesüssten Tee täglich
   bei akutem Durchfall trinken.

   Auflage bei Säuglingskoliken:

   2 Handvoll Kümmelsamen in
   1 Leinensäckchen füllen und im
   Wasserbad oder Backofen auf eine
   gerade noch angenehme Temperatur erwärmen.
   Das Säckchen auf den Bauch des Babys legen.
   Mehrmals täglich wiederholen, bis die Beschwer-
   Den abklingen.

   Schnaps bei Blähungen:

   50g Kümmelsamen im Mörser zerstossen und in
   3/4 l klaren Schnaps geben. Die Mischung
   10 Tage lang ziehen lassen. Dann abfiltern.
   1 Schnapsglas davon nach blähendem Essen trinken.
! ACHTUNG - VERWECHSLUNG !

   VERWECHSLUNGSGEFAHR mit ANDEREN DOLDEN-
   BLÜTLERN! Die Pflanzen müssen GENAU BESTIMMT
   WERDEN!
AUFBEREITUNG:

   Die Blütenrispen werden von Juni - August abgeschnitten
   bevor sie voll entfaltet sind. Sie werden zum Trocknen
   an der Luft aufgehängt und nach dem Trocknen abge-
   rebbelt.

LAVENDEL - LAVANDULA ANGUSTIFOLIA

HILFT BEI:

   * Husten und Bronchitis
   * Kopfschmerzen
   * Magen-, Darmstörungen und Durchfall
   * Niedrigem Blutdruck
   * Rheumatischen Erkrankungen
   * Schlaflosigkeit und Nervosität
VOLKSNAMEN:
   Lavendelkraut, Narden, Speik,
   Zöpfli

 BOTANIK:
   Grösse: 50cm
   Blütezeit: Juli - August
   Verwendeter Teil: Blüten
   Ernte: Gerade entfaltete Blüten
   Vorkommen: Im Mittelmeerraum
   Bei uns wir der in Gärten gezogen

 HOMÖOPATHIKUM:
   keins
REZEPTE

   Tee bei Magen- Darmstörungen:

   2 geh. Tl Lavendelblüten mit
   1/4 l kochendem Wasser aufgiessen.
   5 - 10 Min. ziehen lassen. Dann abseihen.
   In kleinen Schlucken bei Durchfall bzw.
   Magen- und Darmstörungen trinken.

   Tee bei nervöser Erschöpfung und Schlafstörungen:

   1 Teil Lavendelblüten mit
   1 Teil Hibiskusblüten und
   1 Teil Melissenblättern mischen.
   1 Tl der Mischung mit
   1 Tasse kochendem Wasser aufgiessen.
   10 Min. Ziehen lassen. Dann abseihen.
   1 Tasse davon vor dem Abendessen trinken.

   Vollbad bei Erschöpfung, Unruhe, niedrigem Blutdruck
   Und Schlafstörungen:

   60g Lavendelblüten mit
   1 l Wasser aufgiessen und zum Kochen bringen.
   10 Min. kochen lassen. Dann abseihen.
   Dem Vollbad zugeben.

   Öl zum Einreiben bei Kopfschmerzen:

   1 - 2 Handvoll Lavendelblüten in
   1/2 l Sonnenblumen- oder Olivenöl geben.
   Die Flasche gut verschliessen.
   3 - 4 Wochen in der Sonne stehen lassen.
   Dann abfiltern.
   Das Öl kann auch als Massageöl oder als Badezusatz
   verwendet werden.

   Lavendelkissen als Einschlafhilfe:

   1 kleinen Kissenbezug mit
   1/3 Lavendelblüten,
   1/3 Hopfenblüten und
   1/3 Melissenblättern füllen.
! ACHTUNG - NEBENWIRKUNGEN !

   Lavendelblüten sind unbedenklich.
   Wird LAVENDELÖL INNERLICH ANGEWENDET, kann
   es AB CA. 1g zu REIZERSCHEINUNGEN im MAGEN-
   und DARMTRAKT Kommen. Auch BENOMMENHEIT
   und BEWUSSTSEINSSTÖRUNGEN können auftreten.
AUFBEREITUNG:

   Die Samen werden im September durch Dreschen ge-
   wonnen und nachgetrocknet. Die Samen müssen voll
   ausgereift sein.

LEIN - LINUM USITATISSIMUM

HILFT BEI:

   * Entzündungen im Mund- und Rachenraum
   * Furunkeln und Geschwüren
   * Hautausschlägen, Schuppenflechte und Gürtelrose
   * Husten und Heiserkeit
   * Magenschleimhautentzündung
   * Schmerzen
   * Stuhlträgkeit
VOLKSNAMEN:
   Flachs, Flachshere, Flachslinsen,
   Glix, Haarlinsen, Leinwanzen

 BOTANIK:
   Grösse: 50 - 70cm
   Blütezeit: Juni - August
   Verwendeter Teil: Früchte
   Ernte: Nach der Reife im September
   Vorkommen: Bei uns nicht heimisch
   Wird landwirtschaftlich angebaut und
   kommt verwildert vor.

 HOMÖOPATHIKUM:
   keins
REZEPTE

   Tee bei Husten Magenschleimhautentzündung oder 
   Mund- und Rachenentzündungen:

   1 - 2 geh. Tl ganze Leinsamen mit
   1/4 l kaltem Wasser aufgiessen und
   20 Min. ziehen lassen. Dabei gelegentlich umrühren.
   Dann abgiessen, ohne die Samen auszupressen.
   Vor dem Anwenden leicht anwärmen.
   Bei Zahnfleisch-, Mund- oder Rachenentzündung damit
   gurgeln. Bei Magenschleimhautentzündung trinken.

   Breiumschlag bei Schmerzen, Furunkeln und 
   Geschwüren:

   1 gute Handvoll zerquetschte Leinsamen in
   1 Mullsäckchen geben und
   10 min. in heisses Wasser hängen.
   Möglichst heiss auf die betroffenen Stelle legen.
   Schmerzen werden gelindert und Furunkel oder
   Geschwüre weichen auf.

   Gequetschter Leinsamen als Abführmittel:

   2 El gequetschten oder grob geschroteten Leinsamen
   mit viel Flüssigkeit Morgens und Abends einnehmen.
   Ausser bei Darmentzündung nicht vorher einweichen.
   Die Wirkung kann 2 - 3 Tage verzögert einsetzen.

   Öl bei Hautausschlägen oder Darmentzündung:

   Leinsamenöl ist gut im Reformhaus zu bekommen.
   Bei trockenen Hautausschlägen, Schuppenflechte und
   Gürtelrose wird das Öl direkt auf die betroffenen Stel-
   len aufgetragen.
   Bei Stuhlträgheit oder Darmproblemen
   2 El Leinsamenöl Morgens und Abends einnehmen.
   Um den Geschmack zu verbessern, kann das Öl mit
   Quark oder anderen Milchprodukten verrührt werden.
AUFBEREITUNG:

   Die Blütenstände einschliesslich des kleinen Hoch-
   Blattes werden höchstens 4 Tage nach dem Aufblühen
   gepflückt. Dann ist der Wirkstoffgehalt am höchsten.
   Die Blüten werden schnell und gründlich bei Tempera-
   turen nicht über 45° Celsius getrocknet. Nach dem
   Trocknen und zerkleinern muss die Droge trocken und
   Luftdicht aufbewahrt werden.

LINDE - TILIA PLATYPHYLLOS u.
TILIA CORDATA

HILFT BEI:

   * Appetitlosigkeit
   * Erkältungen 
   * Fieber
   * Grippalen Infekten
   * Nervosität und Unruhe
VOLKSNAMEN:
   Bastbaum

 BOTANIK:
   Grösse: 25 - 30m
   Blütezeit: Juni - August
   Die Winterlinde blüht 2 Wochen
   später als die Sommerlinde
   Verwendeter Teil: ganze Blüten-
   stände
   Ernte: Spätestens 4 Tage nach
   dem Aufblühen
   Vorkommen: In ganz Europa
   Als Allee- und Parkbaum

 HOMÖOPATHIKUM:
   "Tilia"
REZEPTE

   Tee zur Stärkung der Abwehrkräfte:

   2 Teile Lindenblüten mit
   1 Teil Hagebutten,
   1 Teil getr. Heidelbeeren und
   1 Teil Kamillenblüten mischen.
   1 geh. El der Mischung mit
   1/4 l kochendem Wasser aufgiessen.
   1 Min. kochen. Dann abseihen.
   2 -3 Tassen täglich bei Bedarf trinken.

  Tee bei fiebriger Erkältung:

   1 Teil Lindenblüten und
   1 Teil Holunderblüten mischen.
   2 Tl der Mischung mit
   1 Tasse kochendem Wasser aufgiessen.
   10 Min. ziehen lassen. Dann abseihen.
   3 - 4 Tassen täglich (möglichst abends) trinken.

   Tee bei Grippe:

   2 Tl Lindenblüten mit
   1 Becher kochendem Wasser aufgiessen.
   10 Min. ziehen lassen. Dann abseihen.
   3 Tassen täglich vom Nachmittag bis Abend trinken.

   Auflage zur Hautberuhigung:

   3 Tl Lindenblüten mit
   1 Tasse kochendem Wasser aufgiessen.
   10 Min. ziehen lassen. Dann abseihen.
   Auf angenehme Temperatur abkühlen lassen.
   1 Leintuch darin tränken und etwa
   10 Min. auf die betroffenen Stellen legen.
! ACHTUNG !

   Bei VORSCHÄDIGUNG DES HERZENS kann eine
   SCHWITZKUR BELASTEND WIRKEN!
AUFBEREITUNG:

   Die Wurzel wird mit der Blattrosette im April und Mai
   ausgestochen und gespalten zum Trocknen an einem
   luftigen Platz aufgehängt. Die Trockentemperatur darf
   40° Celsius nicht überschreiten.

LÖWENZAHN - TARAXACUM OFFICINALE

HILFT BEI:

   * Hautausschlägen und Ekzemen
   * Gicht und rheumatischen Erkrankungen
   * Leber- und Gallebeschwerden
   * Nierenproblemen
VOLKSNAMEN:
   Butterblume, Kuhblume, Milch-
   blume, Lichtli, Pusteblume, Röhr-
   lichrut, Schmalzblümchen

 BOTANIK:
   Grösse: 20cm
   Die Wurzel wird bis zu 30cm lang
   Blütezeit: März -  April
   Verwendeter Teil: Wurzel und Blätter
   Ernte: April - MAi
   Vorkommen: In ganz Europa
   Auf Wiesen, Feldern und in Gärten;
   überall wo je ein Same hinfliegt.   

 HOMÖOPATHIKUM:
   "Taraxacum"
REZPETE

   Tee zur Entschlackung:

   1 El Löwenzahnwurzel mit
   1 Tasse kaltem Wasser übergiessen und aufkochen.
   1 Min. kochen lassen. Dann
   10 Min. ziehen lassen. Dann abseihen.
   8 Wochen lang kurmässig
   2 Tassen täglich trinken.

   6 Wochen lang
   1 Tasse täglich zu jeder Malzeit
   unterstützt eine Therapie gegen Diabetes.

   Tee zur Leberstärkung:

   1 Teil Löwenzahnwurzel und
   1 Teil Mariendistelfrüchte mischen.
   1 Tl der Mischung mit
   1 Tasse Wasser aufkochen.
   15 Min. ziehen lassen. Dann abseihen.
   Mehrere Wochen lang kurmässig
   2 -3 Tassen täglich trinken.

   Tee bei Nierensteinen:

   2 El Löwenzahnwurzel mit
   1/2 l Wasser zum Kochen bringen.
   20 Min. ziehen lassen. Dann abseihen und mit
   1 L warmen Wasser verdünnen.
   Innerhalb 15 - 20 Min den ganzen Tee trinken.
   Durch den daraus folgenden "Wasserschwall"
   Wird die Nieren- und Blasenfunktion so stark angeregt,
   dass unter Umständen kleine Steine mit ausge-
   schwemmt werden können.

   Tee zur Blutreinigung:

   1 Teil Löwenzahnwurzeln und -kraut mit
   1 Teil Brennesselkraut,
   1 Teil Hagebuttenfürchten und
   1 Teil Birkenblättern mischen.
   1 Tl der Mischung mit
   1 Tasse kochendem Wasser aufgiessen.
   10 Min. ziehen lassen. Dann abseihen.
   2 Wochen lang
   2 Tassen täglich zur Entgiftung trinken.

 HINWEIS:
   
   Junge Löwenzahnblätter sind eine delikate Zutat für
   Frühlingssalate.
! ACHTUNG !

   Die verbreitete Meinung Löwenzahn sei giftig ist sicher
   übertrieben. Trotzdem ist darauf hinzuweisen, dass zu
   viele LÖWENZAHNSTENGEL BEI KINDERN ÜBELKEIT
   oder VERGIFTUNGSERSCHEINUNGEN hervorrufen
   können.

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